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2014

Marterlwanderung nach Tröbes

An die 20 Personen, Mitglieder des OWV, des Pfarrgemeinderates, der Frauenunion und weitere Gläubige machten sich im September mit Pfarrer Josef Most, Dekan Herbert Sturm und dem Führer Peter Franz auf den Weg von Moosbach nach Tröbes. Vorbei ging es am Schlosserkreuz und an der der Mühlschleif nach Niederland. Dort hielt man am ersten Marterl, dem „Baddlkreuz“ der Familie Bodensteiner, inne, dann ging es zum Maurerkreuz der Familie Neuber. Nach einem Abstecher in die Kapelle nach Waltenrieth wurde das Kreuz von Josef Schafbauer aufgesucht. Vorbei ging es am „Lederbeckn-Kreuz“, dem Dorfkreuz von Tröbes, und dem „Schreinerkreuz“ der Familie Geier. Nach einer kurzen Einkehr beim Wirt in Tröbes wurde die Marterlwanderung fortgesetzt. Am alten Kirchsteig von Saubersrieth nach Tröbes konnte man hinter dem Anwesen Eger das „Koiserkreuz bewundern, anschließend ging es zum Vituskreuz. Dann ging es bergauf Richtung Saubersrieth. Kurz vor dem Ort stand das Kreuz der Familie Kölbl. Am „Lenzenbauernstodl“ sahen die Wanderer das Dorfkreuz von Saubersrieth. Das letzte Kreuz der diesjährigen Marterlwanderung war das „Hanslbauern-Kreuz“ am Ortsausgang nach Moosbach. Fast vor jedem Kreuz verweilte man zu einem kurzen Gebet oder einer Besinnung. Nach 4stündiger Wanderung wurde wieder Moosbach erreicht. Leider waren manche der Flurdenkmäler in keinem guten Zustand mehr, sodass eine Restaurierung dringend geboten wäre. Deshalb wird die Marterlaktion des OWV fortgesetzt. Das heißt, dass der OWV Moosbach eine Restaurierung finanziell auch weiterhin unterstützt. Vor einer solchen Maßnahme sollte aber unbedingt mit dem 1. Vorsitzenden Peter Franz Kontakt aufgenommen werden.
Alle Teilnehmer waren sich einig, sich im nächsten Jahr eine weitere Wanderung durch unsere Fluren vorzunehmen und verschiedene Marterl aufzusuchen. Am Ende der Wanderung bedankte sich Jürgen Steiner, der Sprecher des PGR, bei dem „Marterlführer“ Peter Franz und überreichte ein Geschenk.

Text: Peter Franz

Der OWV Moosbach im Fichtelgebirge 2014

Der OWV Moosbach und seine Gäste wanderten an einem milden Oktobertag wieder einmal im Fichtelgebirge.
Diesmal führte der Weg zunächst von Waldershof (Ortsteil Rodenzreuth) auf die Kösseine.
Bis zur heutigen Zeit erscheint der Berg in allen landeskundlichen Büchern und wird gerühmt wegen seiner hervorragenden Aussicht. Der Name Kösseine stammt wahrscheinlich aus dem Slawischen und bedeutet "Ziegenberg" (slawisch 'Koza' = Ziege).
Die höchste Erhebung des aus Granit bestehenden Bergstocks ist der Gipfel der "Großen Kösseine" mit 939 Metern über dem Meer. Im Gipfelbereich befindet sich eine großartige Granit-Blockhalde, die unter Naturschutz gestellt wurde.
Unser Weg zum Gipfel führte uns an - für das Fichtelgebirge so typischen - wunderschönen Granitfelsgruppen vorbei (Kleine Kösseine, Burgsteinfelsen, Püttners- und Jakobifels). Sie vermitteln einen einmaligen Eindruck der Granitverwitterung in diesem vor ca. 500 Mill. Jahren entstandenen Gebirges.
Auf dem höchsten Felsen steht ein Aussichtsturm, von dem man eine herrliche Rundumsicht genießen kann. Im unmittelbar östlich davon gelegenem Kösseine-Unterkunftshaus gab es dann eine verdiente Pause.
Weiter ging es dann auf dem Kösseine-Höhenweg - wieder an beeindruckenden Granitfelsen vorbei - zu unserem heutigem Wanderziel: die Luisenburg. Der Abstieg durch Europas größtem Felsenlabyrinth, war dann nochmals ein besonderes Erlebnis.

Norbert Tretter

Wanderung um Pleystein

Nur eine kleine Gruppe von Wanderern machte sich am 1. Juni auf den Weg 
um Pkleystein. Start war beim Netto-Parkplatz. Von dort ging es nach 
Neuenhammer, wo Mittagspause eingelegt wurde. Nachmittags ging es dann 
steil bergan zum Pfifferlingstiel. Im dortigen Gasthaus gab es eine 
weitere Einkehr. Danach ging es zurück nach Pleystein.

Peter Franz

OWV und Pfarrangehörige aus Tröbes lassen Marterl instandsetzen

Im Wald oberhalb von Waltenrieth steht ein verwaistes Marterl, dessen Ursprung und Besitzverhältnisse ungeklärt sind.
Sowohl der Bildstock selbst als auch die Marienfigur befanden sich in einem erbarmungswürdigen Zustand. Einige Pfarrangehörige aus Tröbes bzw. Rückersrieth, besonders Hans Sperl und Josef Schafbauer, konnten den schlechten Zustand dieses Flurdenkmals nicht mehr länger mit ansehen und leiteten eine Renovierung in die Wege. Sie selbst kümmern sich um einen neuen Bildstock, der OWV Moosbach wurde gebeten, die Marienfigur restaurieren zu lassen. Die Vorstandschaft des OWV stimmte geschlossen zu und Kirchenmalermeisterin Monika Müllner machte sich an die Arbeit, die ramponierte, etwa 100 Jahre alte Holzfigur der Maria von Lourdes in einem neuen Glanz erstrahlen zu lassen. In einigen Wochen soll der Bildstock in einer kleinen Feier wieder an seinem ursprünglichen Ort aufgestellt werden.

OWV Moosbach auf dem Panoramaweg bei Flossenbürg

Trotz der brütenden Hitze machten sich am vergangenen Sonntag Nachmittag etliche Wanderfreunde auf den Weg nach St. Ötzen bei Flossenbürg. Dort war der Start des Panoramaweges rund um den Berg Kogeri.
Der Wanderführer Franz Rosner empfing dort mit seiner Frau die Wandergruppe und führte sie zuerst zum Mittelpunkt Mitteleuropas in Hildweinsreuth. Nach den Berechnungen des geografischen Instituts der Universität München befindet sich diese Mitte zwischen der Kirche in Lübeck und der Hafenmole in Triest unter Berücksichtigung der Erdkrümmung genau in Hildweinsreuth. 1985 wurde der Platz im Beisein zahlreicher Ehrengäste eingeweiht. Markiert wurde er durch eine flachgewölbte Scheibe aus Flossenbürger Granit mit einem Durchmesser von 250 cm. Die Scheibe zeigt einen Ausschnitt aus dem Globus mit den Ländern Mitteleuropas.
Nach diesen Informationen, die Franz Rosner an die Gruppe weitergab, führte er sie zum Start des Panoramaweges. Auf gut ausgebautem Wanderweg ging es vorbei am Alpakablick und verschiedenen Sitzbänken wie z. B. Lenesfelder und Silberhüttner Blick. Dann gelangte man zum Aussichtspunkt Panoramablick, der seinem Namen alle Ehre machte. Ein weiter Blick hinaus ins Land belohnte die Wanderer. Von der Sitzbank Kogeri-Ruh hatte man einenBlick auf die Burgruine von Flossenbürg.
Am Ende der Wanderung kehrte man noch im St. Ötzener Hof zu einer zünftigen Brotzeit ein, wo der Vorsitzende Peter Franz dem Wanderführer Franz Rosner für die Führung dankte und ihm ein kleines Präsent überreichte.
Peter Franz

OWV mit dem Rad im Aischgrund

Am vergangenen Wochenende stand beim OWV Moosbach die zweitägige Radtour in den Aischgrund in Mittelfranken auf dem Programm. Mit Privatautos fuhr man nach Nackendorf bei Höchstadt/Aisch, wo Quartier bezogen wurde.
Die Fahrt begann unmittelbar beim Gästehaus Lorz und führte über Nebenstraßen nach Höchstadt/Aisch. Nach Durchquerung der Innenstadt und Überquerung der Aischbrücke führte der Radweg nach Sterpersdorf. In einem Abstecher suchte die Gruppe die Wehrkirche St. Oswald in Lonnerstadt auf. Dieser Ort ist eine alte Siedlung, die seit Anfang des 9. Jahrhunderts bestehen soll. Die Kirchengemeinde wurde erstmals im Jahr 1008 urkundlich erwähnt. Das Gotteshaus wurde schon bald als Wehrkirche ausgebaut, d. h. der Turm wurde als Rückzugsmöglichkeit ausgebaut, das Kirchenschiff mit Schießscharten versehen und die ganze Kirche von einer Wehrmauer umgeben.
Dann gelangte man durch mehrere kleine Orte wie Fetzelkofen, Frimmersdorf, Weihersdorf und Hermersdorf nach Vestenbergskreuth, wo sich die Kräuterfabrik der „Bauer-Group“ befand. Gleich nebenan war ein herrlicher Kräutergarten zu besichtigen.
Dann ging es nach einer kurzen Trinkpause weiter in Richtung Uehlfeld. Da der eigentliche Radführer Adam Hoch aus gesundheitlichen Gründen fehlte, blieb es nicht aus, dass sich die Gruppe verfuhr und den geplanten Karpfenweg verpasste. Glücklich kam man aber dann doch in Uehlfeld an, wo in der Brauereigaststätte Prechtel zum Mittagessen eingekehrt wurde.
Danach ging es weiter nach Voggendorf und Schwarzenbach. Nach einem steilen Anstieg kam die Antoniuskapelle in Sicht, neben der sich auch eine Ausflugsgaststätte befand. Nach der Besichtigung der Kapelle und der Kaffeepause ging es zurück Richtung Höchstadt, wo gerade das Stadtfest begann. Schließlich gelangten die Radler nach Nackendorf, dem Ziel der Radtour.
Am Sonntag sollte der zweite Teil der Radtour durch den Aischgrund starten, doch strömender Regen hatte dieses Vorhaben verhindert. Der Plan wurde geändert und es wurde sich mit den PKW’s nach Hohenburg bei Amberg auf den Weg gemacht. Dort befand sich das Bauernhofcafé der Siegerin im Landfrauenwettbewerb des Bayerischen Fernsehens. Die Scheune war zu einem herrlichen Gastraum ausgebaut worden, der eine sehr gemütliche Atmosphäre ausstrahlte. Nach dem Frühschoppen wurde im Hofladen noch kräftig eingekauft, besonders die selbst gemachten Torten waren begehrt Am frühen Nachmittag wurde schließlich wieder Moosbach erreicht.

Text und Bild: Peter Franz

Der OWV-Moosbach auf der 15. Etappe des Goldsteiges

vom Zwieseler Waldhaus zum Lindberger Schachten




Am Sonntag, den 13. Juli startete schon am frühen Morgem um 07:00 Uhr die Wandergruppe des OWV und ihre Gäste mit dem Bus zum Zwieseler Waldhaus.

Von dort ging gleich ca. 3 Std. steil bergauf zum 1312 m hohen Großen Falkenstein mit einer Rast im Schutzhaus. Wir konnten uns dort leider nicht sehr lange aufhalten, da uns ja noch ein langer Weg über einige der bekannten "Schachten" und "Filze" (Hochmoore) des Bayerischen Waldes bevorstanden.

Bei den, weit abseits von befahrbaren Wegen, zwischen 1000 und 1200 m hochgelegnen Schachten handelt es sich um alte Kulturlandschaften aus frühen Besiedlungszeiten. Sie wurden dem Wald durch Rhodung abgerungen und für die kurzen Sommer als Weideflächen für Jungrinder genutzt und jeweils von einem Hirten betreut.

Die erste - "Ruckowitzschachte" - erreichten wir nach ca 1 Std. und es folgten dann, während eines langen Fußmarsch noch die Sulz-, Albrecht-, Rindel-, Jährlings- und Lindbergschachten.

Es ist eine eigenartige Landschaft mit seltener Flora und Fauna, die man dort auf schmalen Pfaden betritt. Man ist von kniehohen Gras und vorallem bis zu hüfthohen Schwarzbeerkräuter umgeben. Nur vereinzelt begegnet man sehr betagte Baumriesen inmitten der ansonst mit dichtem Grün bedeckten Flächen.

Es war ein sehr schönes Gefühl durch diese fremdartige Vegetation zu wandern, sodass man die Anstrengung des langen Weges kaum spürte und man konnte in diesen sattgrünen unberührten Lichtungen für ein paar Stunden den Alltag vergessen.

Aber doch waren wir dann, nach ca. 7 Std erleichtert als wir den Ort Buchenau am Rande des Naturparkes erreichten und wir unseren Bus wiederfanden.

Norbert Tretter

Volkstanzabend des OWV im Café Eger

Zum letzten Mal vor der Sommerpause trafen sich die Volkstanzfreunde aus Moosbach und Umgebung auf Einladung des OWV im Café Eger. Eigens für diesen Abend wurde die dortige Scheune vorbereitet, die für diese Veranstaltung das richtige Ambiente abgab.
Über 50 Tänzer in Tracht wagten sich auf die Tenne, die als Tanzfläche umfunktioniert worden war, sodass es bisweilen ziemlich eng zuging. Das Ehepaar Bock führte wieder gekonnt durch den Abend, Gisela Bock legte dazu die passende Volksmusik auf. Walzer, Zwiefacher, Polka, alles stand wieder auf dem Programm. So verging der wundervolle Abend wie im Flug.
Am Schluss dankte Vorsitzender Peter Franz den Teilnehmern für ihr Kommen, dem Ehepaar Bock für die Organisation und den Wirtsleuten für die Bereitstellung der Scheune. Franz versprach, dass im Oktober die Reihe der Abende fortgesetzt wird, und zwar wieder abwechselnd in den Moosbacher Gasthäusern.
Peter Franz

Familienausflug des OWV Moosbach ein voller Erfolg

Der letzte Sonntag in den Pfingstferien war auch heuer wieder für den Familienausflug des OWV reserviert. Ziel war diesmal Regensburg und anschließend Kloster Weltenburg.
17 Kinder machten sich am Morgen zusammen mit ihren Eltern bzw. Großeltern mit dem Bus auf den Weg nach Regensburg. An der traditionellen Wurstkuchl wurden alle vom Stadtführer aus dem Team der Stadtmaus begrüßt. Dann begann eine äußerst anschauliche und kindgerechte Führung durch einen Teil der Altstadt. An verschiedenen Stellen wurde Halt gemacht, wo die Teilnehmer interessante Geschichten hörten und interessante Informationen über die Vergangenheit der Stadt erfuhren. Die Steinerne Brücke, das Alte Rathaus, der Haidplatz und der Domplatz waren die einzelnen Stationen des Rundganges. Am Schluss erfuhren die Ausflügler im Begegnungszentrum im Salzstadel eine ganze Menge über das Leben der Ritter im Mittelalter. Einzelne Kinder durften Ritterrüstungen anlegen und die verschiedenen Waffen begutachten. Allzu schnell ging die spannende Führung, die auch den Erwachsenen gefiel, nach eineinhalb Stunden zu Ende.
Weiter ging es mit dem Bus nach Kehlheim. Da die Donau wegen Niedrigwasser mit großen Schiffen nicht befahrbar war, kam das Alternativprogramm zum Tragen. Man fuhr mit der Ludwigsbahn zur hoch über Kehlheim liegenden Befreiungshalle. Dort begann eine einstündige Wanderung durch das Weltenburger Naturschutzgebiet. Schließlich gelangte man an das Ufer der Donau, wo in kleinen Zillen zum Kloster übergesetzt wurde. Nach einer Stärkung im Klostergarten und der Besichtigung der Barockkirche konnte doch noch der Donaudurchbruch aus der Nähe besichtigt werden. Auf zwei kleinen Schiffen mit Außenbordmotor gelangte man zu den steil aufragenden Felsen des Durchbruchs, wo die Schiffsführer die unterschiedlichen Felsformationen erklärten.
Nach der Rückkehr zum Kloster ging es zu Fuß zum Busparkplatz, von wo die Heimfahrt angetreten wurde. Um kurz vor 19.00 Uhr ging der unvergessliche Ausflug zu Ende.
Peter Franz

Reisebericht der Jahresfahrt 2014 nach Holland von 30. April bis 3. Mai

Die Anfahrt erfolgte von Moosbach über Nürnberg, durch Spessart und Taunus nach Koblenz. Von dort ging es dann über den Rhein, durch die Eifel vorbei an Bonn, Köln und Aachen zur holländischen Grenze bei Nijmegen und quer durch Holland zu unserem Ziel. Durch etliche Pausen, in denen die Teilnehmer traditionell mit Brotzeit, Kaffee und Kuchen versorgt wurden, war die lange Fahrt gut zu bewältigen und gegen Abend Rotterdam erreicht. Dort bezogen wir dann, nach einem guten Essen, in unmittelbarer Nähe des Campus‘ der Rotterdamer „Erasmus-Universität“, im „Novotel“ unser Quartier.

2.Tag

Schon in aller Frühe fuhren wir weiter in den Norden Hollands zum Keukenhof bei Lisse, dem ersten Höhepunkt unserer Reise. Ein Paradies für Liebhaber von Zwiebelblumen. Dort blühen auf 32 Hektar nahezu gleichzeitig über 7 Millionen Tulpen, Narzissen und Hyazinthen in einer Formen- und Farbenvielfalt. Außerdem konnten wir in mehreren Ausstellungshallen herrliche Blumenarrangements bewundern. An einer Orchideen-Schau konnten sich die Augen kaum sattsehen. Nach diesem Augenschmaus folgte ein Strandspaziergang an der Nordseeküste mit Sand in den Schuhen von Scheveningen. Der letzte Programmpunkt an diesem Tag war der Besuch des Rotterdamer Hafens in der Nähe der Mündung des Rheins in die Nordsee, über 1000 km nach dem er den Bodensee bei Konstanz verlassen hat. Der Hafen von Rotterdam ist der größte Seehafen Europas, der wichtigste für Handel mit Rohöl, aber auch mit Gemüse und Obst. Die Fahrt, vorbei an den unzähligen Hafenanlagen bot auch viele beeindruckende Blicke auf die architektonische Vielfalt von Rotterdam. Das anschließende gemütliche Beisammensein im Hotel wurde wie schon auf vielen unserer Reisen, von Horst Beugler, unter ausdrücklicher Genehmigung der Hotelleitung, mit seiner unnachahmlichen Art bereichert.

3. Tag

Wir besuchten an diesem Tag die Region Nordholland mit seiner größten Stadt Alkmaar und seinem seit dem Mittelalter bis heute veranstalteten Käsemarkt. Der Käsehandel wird hier noch wie anno dazumal von Händlern mit Hilfe von in ursprünglichen Trachten gekleideten „Käseträgern“ durchgeführt, die in Tragegestellen große Käselaibe über den Marktplatz zu den Käufern im Laufschritt tragen.

Nordholland besteht zum größten Teil aus einer „Polderlandschaft“, das ist Land das seit mehreren Jahrhunderten durch Deichbau und Entwässerung mit Hilfe großer Windmühlen (=Wassermühlen) der Nordsee abgetrotzt wurde. Die dadurch entstande eigenartige Landschaft - nahezu eben, oft von Baumreihen, Büschen und kleinen Dörfern mit spitzen Kirchturm unterbrochen - war schon seit seiner Schaffung ein ewiges Motiv für Generationen holländischer Maler. Dieses so gewonne „neue“ Land wird seit seiner Entstehung landwirtschaftlich genutzt und in diesem sandigem Boden gedeihen auch ganz besonders gut die bekannten Tulpenzwiebeln, die gerade zu unserer Reisezeit auf riesigen Feldern ihre volle Blütenpracht zeigten. Diese Polderlandschaft liegt oft bis zu 4 Meter unter dem Meeresspiegel und davon hat auch „Holland“ seinen jetzigen offiziellen Namen „Die Niederlande“ erhalten. Mitten in dieser melancholischen Landschaft liegen auch verstreute Bauernhöfe in denen noch traditionell Käse hergestellt wird und natürlich wie sollte es anders sein: Holzschuhe! Von beidem konnten wir uns in der Nähe des Ortes Edam, bekannkt durch den berühmten Edamer Käse, selbst überzeugen. Wir besuchten eine Käserei, in der wir den dort produzierten Käse gleich testen konnten und schauten bei der Herstellung von Holzschuhen zu. Anschließend besuchten wir das malerische Küstenstädtchen Volendam, das nur durch einen hohen Deich vom bekannten Ijsselmeer getrennt ist. Diese vorher genannte „Südersee“ war vor der Schaffung der Polderlandschaft ein Teil der Nordsee und wurde durch einen über 40 km langen Damm von ihr getrennt. Hier ließen wir mit dem Genuss einer typischen Fischmahlzeit den ereignisreichen Tag ausklingen.

4.Tag

Als ein weiterer Höhepunkt unserer Hollandreise stand heute der Besuch der Hauptstadt der Niederlande Amsterdam auf dem Programm. Sie ist mit ihren über 800.000 Einwohnern zugleich die größte Stadt Hollands. Sie wurde bereits im 11. Jahrhundert gegründet. Vom hier aus fuhren Gereationen von Seefahrern um die ganze Welt. Ihren Namen verdankt Amsterdam dem Fluss Amstel, der heute noch in Form der berühmten Grachten die ganze Stadt durchzieht. Amsterdam ist buchstäblich ins Wasser gebaut und liegt zum größten Teil bis zu vier Meter unter dem Meeresspiegel, der höchste Punkt ragt gerade Mal 1 Meter darüber hinaus. Nahezu alle Gebäude stehen auf Millionen von Pfählen, aus Eichenholz. 24 Stunden täglich an 365 Tagen im Jahr wird die Stadt mit riesigen Pumpwerken, bis vor hundert Jahren noch mit über siebzig Windmühlen, vor dem Ertrinken bewahrt. Eine der noch am besten erhaltenen Windmühlen liegt im Süden von Amsterdam, die Rembrandtmühle. (Hier malte der berühmte Meister viele seiner Landschaftsbilder). Wir konnten diese wunderbare Stadt, mit ihrer einzigartigen Architektur, mit ihren vielen Kirchen und Museen sowohl von der Straße bei einer Stadtrundfahrt, als auch vom Wasser aus, durch eine Bootsfahrt auf den Grachten, bestaunen und genießen.

Das letzte und überwältigende Ereignis dieses Tages war der berühmte Blumenkorso. Jedes Jahr im Frühling machen sich über dreißig kunstvoll mit einer schier unvorstellbaren Blütenmenge und Farbenpracht geschmückte Wagen auf die 40km lange Reise von Noordwijk nach Haarlem. Tausende von Zuschauern säumten die Strecke und wir waren mittendrin und konnten nur noch staunen!

5. Tag

Auf der Rückfahrt besuchten wir noch nahe der niederländischen Grenze gelegene größten deutschen Marienwallfahrtsort Kevelaer. Er wird jährlich von über 800.000 Wallfahrern besucht. Wird schauten uns nach einem Rundgang durch die schmucke Fußgängerzone, vorbei an vielen Häusern mit reichlich verzierten Fassaden, die große Basilika des Ortes an. Am meisten staunten wir über deren Innenraumgestaltung: Alle Wände, Decken und die mächtigen Säulen sind kunstvoll Stil bemalt. Ihre Orgel soll noch größer als die im Passauer Dom sein.

Eine überaus beeindruckende Reise, mit vielen sehenswerten Höhepunkten war wieder einmal viel zu schnell vorbei.

Norbert Tretter

Am vergangenen Sonntag, den 26. Oktober luden Oberpfälzer Waldverein und Pfarrgemeinderat zu einer weiteren Marterlwanderung ein. Fast 30 Personen trafen sich am frühen Nachmittag auf dem Dorfplatz in Tröbes, wo sie von OWV-Vorsitzenden Peter Franz und Pfarrer Josef Most begrüßt wurden.
Dann ging es auch schon los in Richtung Waltenrieth und Rückersrieth. Erste Station war oberhalb von Waltenrieth der Bildstock mit einer Fatima-Maria, der erst kürzlich nach einer grundlegenden Restaurierung in einer ansprechenden Feier gesegnet worden war.
Nun begann bei strahlendem Sonnenschein der Anstieg durch den farbenprächtigen Herbstwald nach Rückersrieth. Vorbei am Hechtlkreuz der Familie Hammerl und am Scheuererkreuz gelangte man in die Ortsmitte zum Rauscherstodl der Familie Balk, wo eine imposante Kreuzigungsgruppe zu sehen war. Franz wies daraufhin, dass die Scheune dreimal abgebrannt ist, zuletzt im Jahr 1934. Nach jedem Brand wurde auch wieder ein neues Kreuz angebracht.
Weiter ging es entlang der neuen Straße Richtung Tröbes zum Hamonerkreuz der Familie Heigl und zum Hiltnermarterl der Familie Summer. Nach der Durchquerung der Wiese am Hang kam die Gruppe zum Bornermarterl, einer Lourdesgrotte mit der Mutter Gottes im Inneren.
An der alten Straße bergab kam man am Reitingermarterl vorbei, dessen Inschrift den Wanderer zum Verweilen einlud.
Am Ortseingang von Tröbes konnte das Marterl von Josef Schafbauer bewundert werden, das er im Jahr 2006 errichten ließ.
Den Abschluss bildete das Gradlkreuz der Familie Hofmeister. Es weist auf ein besonderes Ereignis aus dem Jahr 1784 hin. Nikolaus Hofmeister wurde dort überfallen. Sein Hund, der sich zu Hause losgerissen hatte, verjagte die Übeltäter und rettete so seinen Herrn. Das ursprüngliche Marterl war 1979 durch ein Marmorkreuz ersetzt worden, das Originalbild mit der Aufschrift „Oh Wanderer, geh nicht vorbei, bete für die armen Seelen ein Vaterunser“ war wieder eingefügt worden.
Pfarrer Josef Most, der bei jeder Station die richtigen geistlichen Worte gefunden hatte, bedankte sich bei „Marterlführer“ Peter Franz, der für das kommende Jahr wieder eine Marterführung einplanen wird.

Emmauswanderung des OWV Moosbach

Am Ostermontag trafen sich etliche Teilnehmer zu der schon traditionellen Eröffnung der Wandersaison. Die Vorstandschaft hatte sich dafür einen ganz besonderen Weg ausgesucht, nämlich den neu angelegten Moosbacher Geschichtspfad.
Im Heimatkundlichen Arbeitskreis entstand vor einigen Jahren schon die Idee, an geschichtlichen, kulturellen bzw. geologischen Plätzen Schautafeln zu errichten und mit Wanderwegen zu verbinden. So entstand der Moosbacher Geschichtspfad, der wegen der Länge der Strecke in drei Rundwege aufgeteilt werden musste. Der interessierte Wanderer kann somit zu Fuß die Schautafeln aufsuchen und die entsprechenden Informationen entnehmen. Im vergangenen Jahr fand die Einweihung dieses in der näheren Umgebung einmaligen Pfades statt.
OWV-Vorsitzender Peter Franz, der auch dem Heimatkundlichen Arbeitskreis angehört, übernahm die Führung für den ersten Rundweg . Nach einer kurzen Einführung startete die Wandergruppe um 13.30 Uhr am Hallenbad. Erstes Ziel war die Schautafel an der Pfarrkirche, die auf die Anfänge des Gotteshauses hinweist. Zweite Station war die Tafel am Marktplatz. Dort erfuhr man Näheres über die erste Erwähnung von Moosbach und über die Vergabe des Marktrechtes für die Gemeinde.
Weiter ging es in das Tröbesbachtal, wo früher Gold gewaschen wurde. Dann stieg der Pfad bergan bis nach Ödpielmannsberg, wo die Wanderer Etliches über die Geschichte der Ortschaft erfuhren. Nun folgte ein langer und mühsamer Aufstieg bis zur höchsten Stelle des Rundweges, bis zur Ortschaft Etzgersrieth. Auf der dortigen Schautafel war zu lesen, warum die Ansiedlung früher der geteilte Ort genannt wurde. Daraufhin ging es bergab bis zum Tröbesbachtal. An der dort errichteten Tafel gab es Informationen über die früheren Schleif- und Polierwerke am Tröbesbach. Über Niederland und Saubersrieth gelangten die Wanderer zu einer Anhöhe oberhalb des Ortes, genannt „Auf der Wache“, die rundum eine herrliche Aussicht bot. Deshalb waren dort früher Posten stationiert, die vor herannahenden Soldaten warnen sollten.
Nun ging es wieder zurück nach Moosbach, wo nach einer über dreistündigen Wanderung eine Einkehr beim „Roten Ochsen“ die Emmauswanderung beendete.
Peter Franz